Boffzer Glasstelen-Weg ist eröffnet

Bericht aus dem TAH

BOFFZEN(r). Mit Abstand, Alltagsmaske und im ganz kleinen Kreis -so übergab der Freundeskreis Glas den Glasstelen-Weg an die Gemeinde Boffzen. Die geplante Eröffnungsveranstaltung musste wegen der Corona-Pandemie verändert werden: Statt mit einer Gruppenführung machten sich nun Interessierte in freier Zeitplanung auf den Weg. Am sonnigen Eröffnungstag kamen Einzelne, Paare und Familien, um die neuen Stelen und 150 Jahre Glasgeschichte zu entdecken. Der Vorsitzende des Freundeskreises Glas, Walter Waske, übergab am neuen „Platz der Glasgeschichte“ an der Bahnhofstraße die zwölf Stelen an die Bürgermeisterin Gudrun Rassmann und den Samtgemeinde-Bürgermeister Tino Wenkel. Waske betonte, dass mehrere Jahre Arbeit hinter dem Projekt stünden. Der Verein habe aus eigenen Mitteln 30.000 Euro eingebracht. Die Braunschweigische Stiftung, der Landschaftsverband Südniedersachsen und die Kulturstiftung des Landkreises Holzminden hätten 12.000 Euro beigesteuert. Dazu komme eine Privatspende von 3000 Euro. Waske dankte der Gemeinde Boffzen für die Unterstützung: Die Stelen hätten nun auf ihren Grundstücken einen Platz gefunden. Zudem freue er sich, dass vier Privatpersonen ihre Grundstücke für den Rundweg zur Verfügung gestellt hätten. Rassmann und Wenkel würdigten beide das Engagement der Ehrenamtlichen des Freundeskreises Glas. Nach der Schließung des Glasmuseums sei die Industriegeschichte Boffzens nun im Ort zu entdecken, lobte Rassmann. Samtgemeinde-Bürgermeister Wenkel unterstrich, wie wichtig der Weg gerade für Touristen sei. Zudem hoffe er, dass die junge Generation begeistert werden könne, „in die Fußstapfen“ der Engagierten des Freundeskreises Glas zu treten. Die Glasgeschichte Boffzens ist aber nicht nur vor Ort zu erwandern, sondern mit zusätzlichen Bildern und Texten auf der Webseite www.glas-in-boffzen.com in Ruhe nachzulesen. „Diese digitale Plattform für die Glasgeschichte soll in den kommenden Jahren regelmäßig erweitert und ergänzt werden“, sagte Waske. Dafür brauche es Unterstützer: Dokumente, Fotos oder Erinnerungen rund um Arbeit, Leben und Wohnen der Glasmacher würden noch gesucht. Der Verein freue sich über jeden neuen Hinweis unter freundeskreis-glas@gmail.com oder Telefon 05271/950304 (Walter Waske).

Walter Waske, Tino Wenkel und Gudrun Raßmann (Bild: S. Waske)